Entwicklung der Tanztherapie aus dem Ausdruckstanz - www.tanztherapie.de

Unsere nächsten Termine:

Orientierungsseminar

Das nächste Orientierungsseminar findet am Sonntag den 14.07.2019 statt. (Anmeldungen sind ab sofort unter folgender E-Mail Adresse möglich: info@ditat.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.)

Die nächste Ausbildungsgruppe Baustein I startet im Februar 2020.

 

 

 

Die Telefonzeiten des DITAT:

 

Donnerstag: 09:00-13:00Uhr und von 14:00-16:00Uhr.

 

 

Gerne sind nach Vereinbarung auch individuelle telefonische Beratungen außerhalb der angegebenen Zeiträume möglich.

Außerhalb der telefonischen Sprechzeiten können Sie uns gerne eine Nachricht per E-Mail hinterlassen.

 

Telefon: 0228 - 9637161

E-Mail: info@ditat.de

 

In unserer Institutsambulanz bieten wir Körperpsychotherapie im Einzel- und Gruppensetting an.

Ausbildung:

Unsere neuen Ausbildungsgruppen beginnen i.d.R. im jährlichen Rhythmus

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Die Wurzeln und die Geschichte der Tanztherapie

Die Geschichte der Tanztherapie

Die Wurzeln der Tanztherapie entwickelten sich Anfang des 20. Jahrhunderts im Zeitgeist des Expressionismus. Tanztherapie geht auf die deutsche Ausdruckstanz- und rhythmische Gymnastikbewegung zurück. Natürlichkeit als neu entdeckte Verbindung von Atmung und Bewegung im eigenen Bewegungsfluss begründete damals ein schöpferisches Lebensgefühl, das allerdings jäh im aufkeimenden Nationalsozialismus ausgelöscht wurde. So kommt es, dass sich die Tanztherapie erst einmal in anderen Ländern entwickelte. Rudolf von Laban, ein Begründer der Bewegungsanalyse, verließ Deutschland, aber auch Trudi Schoop, Ausdruckstänzerin, die in der Schweiz lebte, Elaine V. Siegel, damals in Berlin ansässig, Lilian Espenak, ihre Lehrerin, ursprünglich aus Norwegen, emigrierten in die USA bzw. nach England. Im angelsächsischen Sprachraum entwickelten v. Laban und Lisa Ullman Bewegungsanalyse und Bewegungsnotation.

In den USA war es Trudi Schoop, die in den 40er Jahren in psychiatrischen Kliniken mit psychotischen Patienten anfing zu tanzen. Gleichzeitig begannen Marian Chace und andere Pionierinnen, eine weitere Wurzel der Tanztherapie zu entwickeln: die kreative Bewegungskommunikation als musikalisch-tänzerische Bezugnahme zwischen Menschen. Durch die Entwicklung der Humanistischen Bewegung in den USA und durch eine immense Offenheit für neue psychotherapeutische Verfahren verbanden sich diese ersten Ansätze von Tanz- und Ausdruckshandeln in therapeutischen Kontexten mit verschiedenen psychologischen Paradigmen.

Elaine V. Siegel war die erste, die auf der Basis der Arbeiten von Lilian Espenak und Marian Chace die Methodik einer psychoanalytischen Tanztherapie theoretisch stringent als eigenen Ansatz konzipierte. 1966 wurde die American Dance Therapy Association (ADTA) gegründet, in der sich VertreterInnen verschiedener tanztherapeutischer Ansätze in einem Dachverband zusammenschlossen. In Kliniken, aber auch in der Arbeit mit Kindern und neurotischen Patienten wurde Tanztherapie erprobt, wissenschaftlich erforscht und ist seit etwa 40 Jahren in Amerika verbreitet. In den 70er Jahren kamen vereinzelt AusländerInnen, vor allem aus Deutschland, Israel und England, in die USA und erlernten dort die tanztherapeutische Methodik. Anfang der 80er Jahre entstanden hier mehrere Institute, die tanztherapeutische Aus- und Weiterbildungen anboten. Seitdem beginnt sich daher die Tanztherapie als noch junge therapeutische Methode wieder in ihrem Ursprungsland zu verbreiten.

Es gibt inzwischen Anwendungsbereiche im heilkundlichen, klinisch-psychotherapeutischen, im ambulanten, beraterischen und pädagogisch-therapeutischen, sonderpädagogischen und rehabilitativen Bereich. Eine inzwischen differenzierte tanztherapeutische Praxis eilt allerdings noch immer der begonnenen wissenschaftlichen und berufspolitischen Fundierung im deutschen Sprachraum voraus.



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